Oregon in Bildern II

2013_0728ordi0539small

Diamond Peak im ersten Morgenlicht

Die Tage werden wieder länger und es macht sich eine gewisse Unruhe bemerkbar. Vergessen sind all die Strapazen und die ersten Vorbereitungen und Pläne für die Rückkehr auf den Pacific Crest Trail tauchen auf!
Um die rund 7 Monate bis dahin zu überstehen eignet sich der Rückblick auf die vergangene Hiking Season – Bilder betrachten, sich erinnern und staunen, dass tatsächlich immer nur die bezaubernde Magie dieses Wegs bestehen bleibt. Die Mühe und Anstrengung treten so sehr in den Hintergrund, dass der Wunsch neuerlich aufzubrechen täglich grösser wird.
Einmal gefangen in dieser Welt des Long Distance Hikings ist es kaum möglich davon wieder loszukommen – eine der schwerwiegenden Nebenwirkungen, auf die in keinem Trip Report oder Handbuch ausdrücklich hingewiesen wird …

Und hier nun einmal der zweite Teil Bilder von Oregon:

2013_0728ordi0544small

In der Morgenstille ist die Spiegelung im Diamond Peak View Lake einzigartig

2013_0728ordi0563small

Nach dem erquicklichen Ruhetag am Crescent Lake geht es noch am Nachmittag auf einer weiteren Variante des PCT weiter bis zum Diamond View Lake. Anstelle um den Diamond Peak auf halber Höhe herumzugehen mache ich mein Biwak an einem kleinen See, in dem sich der Gipfel wunderbar spiegelt.
Zum Frühstück gibt es weitgehend ungeniessbaren Milchreis bevor ich mit meinem riesigen Begleitertrupp am Trapper Creek Trail nach Shelter Cove gehe. An diesem kleinen Ressort mit Campingplatz erwartet mich mein zweites Futterpaket. Ich bleibe so lange bis mein Kindle wieder einigermassen aufgeladen ist und die neuen Vorräte gesichtet und gepackt sind.
Nach einer kurzen Etappe – es ist warm und ich habe zuwenig getrunken – mache ich etwas abseits vom PCT am Bobby Lake Halt.

2013_0728ordi0567small

Das tägliche Bild vom Wald

2013_0728ordi0570small

… und hier wieder einmal nach dem Feuer

Nach wie vor zieht sich der Trail über lange Strecken im Wald, aber die vielen kleinen Seen bieten etwas Abwechslung und ausreichend Wasser, wenn auch oft etwas abseits des Trails. Am Charlton Lake gibt es inzwischen ein Trail Register zum Andenken an Asabat, der hier letztes Jahr in seinem Zelt schlafen gegangen und nie wieder aufgewacht ist.
Nach einer langen Siesta am Irish Lake gehen sich heute noch 22 Meilen bis zum Tadpole Lake aus. Die kleine Wiese verspricht zwar eine feuchte Nacht, aber mein Tagespensum ist erreicht.

2013_0728ordi0580small

Die PCT Markierungen sind auch nach einem Waldbrand eindeutig erkennbar

2013_0728ordi0584small

Neubesiedlung

2013_0728ordi0586small

Irish Lake

In der Früh ist wie erwartet alles feucht und es hat nur ziemlich frische 7° – etwas später als sonst bin ich daher erst um 6:20 unterwegs.
Inzwischen bin ich in der Three Sisters Wilderness  und der Trail verspricht aussichtsreicher zu werden. Der Sisters Mirror Lake ist eine herbe Enttäuschung – unglaublich viele Leute sind hier und von Spiegelung einer der Sisters im See kann keine Rede sein. Da hat wohl der Diamond View Lake die Erwartung zu hoch angesetzt.
Nach einer langen Pause am See beschliesse ich noch weiter bergauf Richtung South Sister zu gehen und finde mir tatsächlich auf dem windigen Hochplateau der Wickiup Plain eine wunderbare Campsite zwischen ein paar alten Bäumen. Auf dem Weg treffe ich das erste Mal überhaupt zwei Ranger, die auch prompt mein Permit kontrollieren.
Neben meinem Camp türmt sich die Lava – hier zu glänzendem Obsidian geschmolzen.

2013_0728ordi0588small

Three Sisters – eines der schönsten Wilderness Gebiete in Oregon

2013_0728ordi0595small

Babyfrosch am Tadpole Lake

2013_0728ordi0606small

HOrseshoe Lake am frühen Morgen

2013_0808ordi0032small

Wickiup Plain mit South Sister und Middle Sister im Hintergrund

2013_0808ordi0043small

Obsidianfelsen

2013_0808ordi0047small

Die ideale Obsidian-Sonnenliege – die Sonne wärmt auch von unten durch den aufgeheizten schwarzen Stein

2013_0808ordi0050small

Erstbesiedler im Lava Flow

2013_0808ordi0058small

Ausreichend Windschutz für die Küche auf dem windigen Hochplateau

Die Nacht auf der Hochebene mit gut 1800m ist völlig klar und sehr kalt – alles ausserhalb meines von Bäumen überdachten Camps ist mit einem feinen Frosthauch überzogen.
Der jüngste der drei Vulkane – die South Sister – ist schnell umrundet und einer der Höhepunkte des Tages ist ein kleiner Wasserfall. Rund um den Obsidian Fall gibt es im Gestein glänzende Obsidianadern.
Es kommt die erste Etappe durch ausgedehnte Lavafelder – einfach grossartig, obwohl auch anstrengend. Aber die Ausblicke zurück zu den drei Schwestern und nach Norden zu den nächsten Vulkanen Mount Washington, Three Fingered Jack, Mount Jefferson und ganz in der Ferne Mount Hood ist überwältigend.

2013_0808ordi0106small

Gegenüber von den Three Sisters liegt der Husband einer der drei

 

2013_0808ordi0111small

Die jugendliche und noch sehr gerundete South Sister mit ihren Gletschern

 

2013_0808ordi0125small

In den höheren Lagen blüht es noch

 

2013_0808ordi0135small

Amerikanische Wasseramsel am Obsidian Fall

 

2013_0808ordi0147small

Obsidian – glänzende superscharfe Steinsplitter

 

2013_0808ordi0149small

Eine der Obsidianadern

 

2013_0808ordi0169small

Der Trail geht mitten durch die Lavafelder

 

2013_0808ordi0172small

Ausblick auf die nächsten Vulkane: Mt. Washington, Three Fingered Jack, Mt. Jefferson und ganz hinten Mt. Hood. (v.l.n.r.)

 

2013_0808ordi0185small

Durch graue und rote Lava schlängelt sich der Trail

 

2013_0808ordi0207small

Auch nach tausenden von Jahren gibt es kaum Bewuchs

2013_0808ordi0208small

… nur ein paar kleine trauen sich

2013_0808ordi0227small

Old Sister und Middle Sister

 

2013_0808ordi0233small

Und hier sind alle drei Mädels

 

2013_0808ordi0238small

Trail im Lavagestein

 

2013_0808ordi0239small

Falten in der Steinsauce

 

2013_0808ordi0240small

Das Gehen ist hier anstrengend aber landschaftlich ein Hochgenuss

 

2013_0808ordi0244small

Mt. Washington – der Trail führt rechts vorbei durch das riesige graue Waldbrandgebiet

 

 

Kommentare sind geschlossen.