Auf dem Weg zum Grossen Weissen und zurück (VII)

Graffiti auf Grönländisch

20.8.

In den frühen Morgenstunden dämmert mir eine neue Idee – ich könnte doch den ACT auch noch in der anderen Richtung gehen … … und dann von Sisimiut wieder zurückfliegen. Das fühlt sich gut an! Nach dem Frühstück gehe ich ins Büro zu World of Greenland, um zu sehen ob es einen passenden Rückflug gibt. Am 28.8. gibt es einen Flug mit dem ich genug Zeitreserve habe, nicht zu teuer und der ist auch gleich gebucht.

Acht gemütliche Tage für 165 km im Yo-Yo auf dem ACT – ich fühle mich wie grade frisch aufgewärmt für neue Abenteuer.

Noch schnell unter eine warme Dusche, meine paar Kleidungsstücke durchgewaschen, in Wind und Sonne aufgehängt und derweilen mit der Regenhose auf einen Moschusochsen-Burger ins Flughafen Café. Wenn ich schon keine sehe, dann will ich wenigstens wissen wie sie schmecken.

Meine Futtervorräte ergänze ich mit ein paar Kleinigkeiten aus der Baracke vom Campingplatz und einem Einkauf im Supermarkt – vor allem Nudeln, Müsli, Schoko und salzige Cracker als Mittagessen.

Das Taxi ist für nach Mittag bestellt, denn die Staubstrasse bis Kellyville möchte ich nach dem langen Strassenmarsch zum Inlandeis nicht zu Fuss gehen. Für 319 DK setzt mich die grönländische Taxifahrerin am Trail ab und ich muss sie sogar davon abhalten mit ihrem Geländewagen  noch weiter ins unwegsame Gelände zu fahren.

Es ist 1250, auf dem Stein steht God Tur, ich nehme die Spur auf – und trotz einiger Zweifel macht sich ein unglaubliches Hochgefühl in mir breit.

God Tur ... und das Ganze wieder zurück!

Der Weg ist einfach zu gehen, eben und fühlt sich an wie eine ideale Mischung aus kommt mir vertraut vor und das ist mir noch gar nicht aufgefallen. Einfach eine völlig neue Perspektive durch die umgekehrte Gehrichtung – und den Trail verlieren ist so gut wie unmöglich. Nach 4,5 Stunden komme ich wieder an der Hütte Kattifik an. Johnny, ein Däne, etwas älter als ich, ist schon da und geniesst die Aussicht auf den See. Wir sitzen noch lange draussen auf der Bank, bis zum Sonnenuntergang, unterhalten uns gelegentlich und schweigen die meiste Zeit ohne das Bedürfnis irgendwie diese perfekte Stille möblieren zu müssen.

Sonnenuntergang am Amitsorsuaq

Im Schlafsack brauche ich dann noch ziemlich lange bis ich meine Zehen, die vom langen Draussensitzen ganz eiskalt sind, endlich aufgewärmt habe und einschlafe. Zum Schlafengehen hat es für die schmerzenden Gelenke das erste Ibuprofen gegeben, weil ich nach zwei Tagen Strassenmarsch im eisigen Wind und noch bevorstehenden acht Tagen auf dem ACT keine Missverständnisse in meinem Körper aufkommen lassen wollte …

21.8.

Ich schlafe gut, obwohl Johnny mindestens die halbe Nacht mit Sägearbeiten beschäftigt ist und ich die Apnoephasen von anderen Menschen immer etwas nervig finde. Erst um 0900 stehe ich auf, frühstücke gemütlich und packe meine Sachen inzwischen schon sehr routinemässig zusammen. Bisher habe ich noch kein wichtiges Ausrüstungsstück vergessen, verloren nur eine Wanderkarte und einen schwarzen Gummiring, den ich trotz intensivster Suche an dem Ort wo er fortgeschnalzt ist, nicht mehr finden konnte.
Wenig Ausrüstung dabei zu haben verringert auch das Risiko etwas zu vergessen ganz entscheidend, weil es sofort auffällt und alles seinen fixen Platz im Rucksack oder im Camp hat.

Es ist wieder völlig windstill und der See spiegelglatt als ich gegen 1030 lospaddle. Johnny macht noch ein paar Bilder und ich drehe mich immer wieder einmal um bis er und schliesslich auch die Hütte nicht mehr erkennbar sind. So habe ich mir das Klettern über die grossen Steinblöcke am Ufer des Amitsorsuaq ein zweites Mal erspart und betrachte sie nur vom Wasser aus. Schon von weitem kann ich die Steinformation auf einer Halbinsel erkennen – und aus dieser Richtung wird mir klar, warum das ein besonderer Ort für die Grönländer ist: die Formation sieht aus wie eine Sphinx – oder zwei Hunde?

Sphinx?

Gegen 1330 mache ich eine Mittagspause und weil wieder Wind aufkommt packe ich mein Boot in den Rucksack. Die zweite Hälfte der Etappe am Amitsorsuaq von rund 10 km quatsche ich wieder zu Fuss durch viele sumpfige Stellen und bin schon um 1535 am KanuCenter. Wieder habe ich die ganze grosse Hütte für mich alleine. Zum Nachtmittagstee auf der Sonnenterrasse gibt es Vanillepudding und Schoko – streng rationiert!  Am Abend dann noch eine letzte Portion meiner selbstgetrockneten Pasta Bolognese. Noch sechs Wandertage stehen an und ich fühle mich nach diesen kurzen Halbtagesetappen topfit!

22.8.

Um 0950 breche ich auf und es geht flott dahin. Zuerst ist es noch bedeckt, aber bald kommt die Sonne hervor und es wird richtig warm. Bis zum Tasersuaq geht es gemütlich eben und dann bergab, zwischendurch immer wieder ein paar Sumpfstellen zum Füsse abkühlen. Meine Sealskinz Socken schon lange nicht mehr wasserdicht und jeder Schritt in den Sumpf macht nasse Füsse.

Eine Mittagspause habe ich für die schöne Sandbucht am Tasersuaq eingeplant und dort treffe ich Piia und Carine.

Mittagsrast am Tasersuaq

Aus dem Hüttenbuch in Kattifik wusste ich schon, dass die beiden vor mir sind und ich sie höchstwahrscheinlich einholen würde. Während die beiden sich schon zum Aufbruch vorbereiten koche ich meinen Tee und wir unterhalten uns, stellen schon innerhalb weniger Minuten fest, dass wir auf der gleichen Wellenlänge liegen. Beim Anstieg aufs Fjäll überhole ich sie und wir machen eine gemeinsame Rast und fotografieren uns gegenseitig: I guess you don’t have to many pictures of yourself hiking alone … Wie recht sie hat! Wir wollen gemeinsam auf der Ikkatooq übernachten und im Weitergehen frage ich noch welchen Tee ich denn vorbereiten dürfte – Earl Grey!

Im Fjäll hat sich in den letzten Tagen die ganze Landschaft verändert – sie ist farbig geworden und leuchtet in warmen Gelb-, Orange- und Rottönen. So gefällt mir Grönland richtig gut!

Spiegelung am Tasersuaq

Der schönste Aussichtsplatz am ACT!

Auf dem Fjäll

Herbstfarben

Grönland von seiner schönsten Seite

Um 1645 bin ich an der Hütte und widme mich wie immer den wenigen wichtigen Dingen: waschen am See, Wasser holen, Tee kochen. Der gemeinsame Abend wird richtig lustig – vor allem ein nur mehr in Teilen vorhandenes und mehrfach durchschossenes Taschenbuch von Patricia Highsmith trägt zur Erheiterung bei. In Ermangelung irgendwelcher anderer verständlicher Buchstabenkombinationen habe ich es zu lesen begonnen und Piia bringt mir jedes Mal, wenn sie draussen war wieder ein paar Seiten, die sie gefunden hat.

Schuhe und Socken müssen draussen bleiben!

Ein Lesegenuss!

23.8.

In der Früh liegt dichter Nebel über dem Fjäll, aber das hindert Piia und Carine nicht am frühen Aufbruch um 0800. Ich starte hingegen erst um 1000 – auch jetzt ist es noch neblig, aber die Sonne kommt schon durch und löst die Nebelschwaden auf. Beim morgendlichen Waschen am See taucht ein zu neugieriger Eistaucher – offensichtlich versehentlich – ganz nahe bei mir aus dem Wasser auf und nach einem kurzen entsetzten Blick macht er sich ganz flach, legt den Kopf und Hals gestreckt aufs Wasser und versucht möglichst schnell und unauffällig von der Bildfläche zu verschwinden.

Blick aus der Hütte Ikkatooq

Beim weiteren Aufstieg aufs Fjäll begleitet mich auch noch das wiederholte langgezogene Rufen des Eistauchers zum Abschied von diesem schönen Hochplateau.

Um 1100 raste ich an der letzten Kante mit dem grossartigen Blick über das flache weite Tal des Itinneq. Lange versuche ich Piia und Carine in der Landschaft zu finden – ich bin mir nicht sicher, ob sie über den Fluss furten oder zur Brücke wandern. Später stelle ich fest, dass ich sie einfach an den falschen Stellen gesucht habe, weil sie nämlich nicht durch den Sumpf zur Brücke sondern auf festem Boden an der Bergkante entlang gewandert sind. Ein guter und gangbarer Weg, der einem viel weichen und sumpfigen Untergrund erspart.

Von oben betrachte ich den Itinneq wie er ruhig dahinfliesst und beschliesse ihn nicht einfach mit dem Packraft zu überqueren sondern entlang bis zur Brücke zu paddeln. Und so finde ich nach der Begegnung mit Piia und Carine einen zweiten Grund, warum der Rückweg auf dem ACT eine so wunderbare Idee ist: die Fliessrichtung passt!

Um 1245 bin ich am Fluss und versuche mich wieder einmal mit meiner Tenkara im Angeln, wieder erfolglos – ich sehe nicht einmal einen einzigen Fisch.

Paddeln am Inniteq

Das Paddeln auf dem ausgiebig mäandernden Itinneq ist gemütlich – an einigen Stellen wird er breit und ganz seicht und ich fürchte schon, aussteigen zu müssen. Gleich darauf ist er wieder nur zwei, drei Meter breit, dafür tief und von dichter niedriger Vegetation eingefasst. Als es vor mir laut zu rauschen beginnt, lege ich an und besichtige den nächsten Abschnitt: es wird wieder seicht, schmal und eine kleine Stromschnelle liegt vor mir. Zunehmender Wind vom Fjord macht es ungemütlich auf dem Fluss und bis zur Hütte ist es nicht mehr sehr weit. Also packe ich das Boot und die Paddel wieder zusammen, marschiere die letzte halbe Stunde bis zur Hütte Itinnera. Beim ersten Mal hat sie mir nicht so gut gefallen und der Weg zum Wasser ist auch ziemlich weit, aber jetzt ist sie mir sehr willkommen. Ich hätte zwar am frühen Nachmittag noch genug Zeit und Fitness weiter zu gehen, aber wir wollten einen zweiten Abend zu dritt in der Hütte verbringen, bevor Carine und Piia ihre Variante des ACT nach Sarfanguit gehen.

Die leichte Erreichbarkeit der Hütte durch den naheliegenden Fjord bedeutet auch, dass hier für Wanderer Brennstoffvorräte zur begrenzten freien Entnahme bereitgestellt werden!

24.8.

In der Nacht ist es windig, es beginnt zu regnen und in der Früh regnet es immer noch. Weil sie eine lange Etappe in schwierigem Gelände vor sich haben verabschiede ich mich früh am morgen von meinen beiden Wandergefährtinnen – neue Freundschaften sind entstanden!  Ich krieche wieder zurück in meinen warmen Schlafsack und hoffe, dass meine bisherige Strategie – bei Regenwetter einfach abwarten – hilft. Um 1115 breche ich dann im immer noch leichten Regen auf und es geht gleich einmal den Berg hinauf.

Bereit für den Dauerregen

Es wird schon deutlich heller und der Nebel hat sich weitgehend verzogen, aber es bleibt kalt. So gehe ich wieder einmal ohne Pause durch und mampfe nur zwischendurch ein paar Riegel und Nüsse. Schon nach 4,5 Stunden bin ich an der Hütte Innajuattoq am See mit der Insel. Das war mit Abstand die nasseste Etappe – von oben und vor allem von unten! Ein Schritt ins Wasser – iiiih kalt – zügig voranschreiten bis das Wasser durch die Bewegung hinausgedrückt oder angewärmt wird – und wieder in ein neues unvermeidliches Sumpfloch quatschen. Dennoch sehen meine Füsse beim Umziehen in der Hütte immer noch sehr gut und glatt aus – die regelmässige Pflege hat sich auch an dauernassen Tagen bewährt. Im Sumpf treffe ich auf die bisher grösste Gruppe von Rentieren – 10 Stück grasen am Hang und fliehen sofort als sie mich entdecken. Die Hütte teile ich mir diesmal mit drei Deutschen, die hier einen Ruhetag geniessen und ihr Zeug trocknen.

Doch, doch - das IST der Weg!

Eindeutig als Weg erkennbar

Rechts und links ist es genauso nass

Bei guter Pflege ist nass kein Problem

25.8.

Das Wetter ist wieder etwas besser, die Windmaschine auf der niedrigsten Stufe – da geht sich doch noch eine kleine Paddeltour über den See aus! Es wird sogar ein bisschen blau als ich um 1000 ich alles zusammengepackt habe und aufbreche. Wie viel ich in Wirklichkeit mit meinem Packraft im ZickZack-Kurs am Ufer entlang paddle möchte ich gar nicht wissen – in der Luftlinie sind es nur rund 3 km. Dann geht es wieder einmal auf rund 500 HM hinauf. Ein seltsames Geräusch fällt mir auf – und nach einiger Zeit sehe ich ein Rentier-Kalb, das offenbar nach seiner Mutter ruft, wenn es einigen anderen führenden Rentieren zu nahe kommt wird es immer wieder vertrieben. Ich wandere weitere, höre sein verzweifeltes Rufen in der stillen Landschaft noch lange und hoffe, dass es seine Mutter finden wird. Heute ist mein Tag der Tierbegegnungen: Ein Steinschmätzer, der sich hinter einem Felsen im Windschutz versteckt hat bemerkt mich viel zu spät, bleibt sitzen anstatt loszufliegen und wir betrachten uns – beide irgendwie erstaunt – einen langen Moment. Und kurz darauf begegnet mir am Pass bevor es ins Nerumaq-Tal geht ein jugendliches Rentier. Ich bleibe stehen, das Rentier läuft ein paar Schritte weg und bleibt auch stehen, dreht sich um, betrachtet mich. Und weil die Neugier doch zu gross ist nähert es sich langsam, in einem Bogen und kommt schliesslich bis auf gute 10 m an mich heran. Seltsames Wesen wird es sich wohl denken, noch nie so was gesehen…

Fjäll in den Herbstfarben

Neugier!

Um 1500 komme ich an der Nerumaq-Hütte an, niemand ist hier. Patricia Highsmith hat mich bis hierher begleitet und darf nun an diesem Ort warten, ob sich jemand mit einem durchlöcherten halben Roman zufrieden geben kann. Mir war es ein grosser Genuss!

Schlafplatz in der Hütte (Ikkatooq und Nerumaq sehen so aus)

26.8.

Es ist mein vorletzter Tag auf dem ACT – und es wird schön langsam richtig frisch! Das Waschen in der Früh mit eiskaltem Wasser wird bei 11° Aussentemperatur, ohne Sonne und Wind zur Überwindung.

Wie gewohnt breche ich gegen 1000 auf und es geht gemütlich die ebene Strecke am Nerumaq entlang. Mit nachträglichem Vergnügen sehe ich die Abzweigungen wo ich den Weg wieder gefunden und verloren habe. Zweimal geht es über den Fluss – ich muss nach den Regentagen schon lange suchen bis ich eine Steinkombination finde, die mir das Furten erspart. Der Regen beginnt wieder und auf dem weiteren Weg begleitet mich das Nass von oben und von unten. Mit Freude entdecke ich, dass der ACT direkt am Fluss entlangführt und nicht durch das dichte Auf und Ab im Weidengebüsch am Hang. Um 1400 schon komme ich an der letzten Hütte am Kangerluarsuk Tulleq für meine inzwischen dritte Nacht an. Im nasskalten Wetter kann ich unterwegs keine Pausen mehr machen, dafür gibt es jetzt Tee und die ganze übrige Schoko auf einmal und dann ab in den Schlafsack. Den Nachmittag verbringe ich meditativ und warm mit meinen Daunen und warte, ob Carine und Piia es wohl heute noch bis hierher schaffen. Zum Abendessen gibt es Nudeln mit dem letzten Pesto und während es draussen regnet verbringe ich eine trockene letzte Nacht am Trail.

Regentage

27.8.

Heute breche ich schon um 0915 auf mit einer kleinen Pause am Fluss zum Waschen. Diese Strecke ist mir richtig vertraut, ich gehe sie jetzt zum vierten Mal! Rasch bin ich auf dem Fjäll und über das Plateau geht es auch ziemlich flott – für Pausen ist es wieder zu kalt, zu nass und zu windig. Nach 5 unfallfreien Wochen rutsche ich hier bei einer kleinen Kletterpartie auf einem nassen Felsen zum ersten Mal aus und falle beinahe in den eben überquerten Bach – aber glücklicherweise nur beinahe, das gibt einen blauen Fleck am Knie.

Blick vom Fjäll

Im Tal neben dem Nasaasaaq donnert es hinter mir – ein Felssturz kommt eindrucksvoll mit viel Staub und Lärm über einige Minuten herunter.

Felssturz

Nach gut vier Stunden Wanderung stehe ich vor dem Youth Hostel in Sisimiut – ganz locker habe ich den Rückweg am ACT mit durchschnittlichen Tagesetappen von 4-5 Stunden geschafft! Da wäre kein Zweifel notwendig gewesen. Nach dem Einchecken gehe ich in den Supermarkt und freue mich auf ein paar Belohnungen und Leckerbissen – Fruchtgummi war, obwohl streng rationiert, unterwegs schon lange aus. Zum Abendessen Steak, Chips und Bier – the american way of life lässt sich in Grönland leicht leben und hat sich schon etabliert. Im Vandrehejm treffe ich natürlich auch einige Bekannte wieder, denen ich schon auf meinem Hinweg begegnet bin.

Sisimiut

28.8.

In der Früh starte ich zu Fuss Richtung Flughafen. Es sind nur wenige Kilometer und auch wenn das Wetter und die Aussicht mässig sind, mag ich doch gerne gehen. Im Hafen schaue ich noch eine Zeitlang beim Be- und Entladen des grossen Versorgungsschiffs zu und die Grönländer bieten Rentier zum Verkauf neben der Strasse an.

Rentiere zum Abtransport bereit - es geht auch ohne EU-Vorschriften!

Aber schon nach kurzer Strecke überholt mich ein Auto zum zweiten Mal, dreht um und ein Paar fragt mich, wohin ich denn wollte. Ausser dem Flughafen gibt es da nicht wirklich ein Ziel. Die beiden erklären mir heute wäre grundsätzlich kein Wetter, um da zu Fuss hinzugehen. Sie laden mich ein und setzen mich direkt vor dem Flughafen ab. Offensichtlich macht es den Grönländern grossen Spass einfach nur mit dem Auto herumzufahren und bei Bedarf auch andere an ihrem Autofahr-Spass teilhaben zu lassen.

Um 1230 landet die Dash 7 pünktlich in Kangerlussuaq. Ein Mittagessen geniesse ich im Flughafencafé – es ist der mit Abstand gemütlichste Platz im windig-kalten Kangerlussuaq. Nach einem kleinen Spaziergang zur Brücke über den Watson River, wo mich der Wind beinahe hinunterweht, checke ich für die letzte Nacht im Youth Hostel Old Camp ein.

Watson River bei Mittelwasser

Die berühmten Aschenbecher in Kangerlussuaq - aus Raketenmotoren

29.8.

Den letzten Tag in Grönland verbringe ich noch mit langem ausgiebigem Frühstücken und Trail-Talk sowie einem Besuch des Museums in Kangerlussuaq. Mit viel Redundanz und Detailfreude sind dort die Geschichte und alle Ereignisse von Kangerlussuaq aufbereitet – vom Abschuss eines Eisbären bis zum vielfachen Händeschütteln mit wichtigen Persönlichkeiten, von Flugzeugabstürzen in Grönland bis zu Willi dem aufdringlichenMoschusochsen.

Ein Überblick über die Ausrüstung und wie sie sich bewährt hat und eine Zusammenstellung von Infos zum ACT kommen noch!

3 Kommentare

  1. Hallo Sabine,

    Grüße von der „deutschen Familie“ ! Tolle Fotos!

    liebe Grüße
    Markus, Jens, Katja

  2. Oh – das freut mich hier von euch zu hören!
    Schöne Erinnerungen!
    sabi

  3. Hallo Sabine,

    ich lass auch mal ein paar liebe Grüße hier. Eine feine Seite hast du da aufgebaut!

    Manuel, einer der drei Deutschen aus der Hütte Innajuattoq 😉

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